Baufortschritt der Biovergärungsanlage – das ist seitdem alles passiert

Genau ein Jahr ist es nun her, dass die Baustelle der Kommunalen
Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen (KENN) am 5. März 2025 feierlich mit dem
ersten Spatenstich eröffnet wurde. Nun informieren die Träger über den
Fortschritt des Baus der Biovergärungsanlage auf dem Gelände des
Entsorgungszentrums in Pennigbüttel.
Die KENN ist ein 2020 gegründetes Kooperationsprojekt der Landkreise Cuxhaven,
Osterholz und Verden sowie der Stadt Cuxhaven – mit dem Ziel der ökologisch
nachhaltigen Bioabfallverwertung. Zu diesem Zweck wird eine Biovergärungsanlage
gebaut, in der durch die Vergärung der Bioabfälle aus den oben genannten
Kommunen Biogas und Kompost entstehen. Biogas ist eine erneuerbare Energie und
damit ein vollwertiger sowie gleichzeitig klimaneutraler Ersatz für Erdgas. Das
bedeutet: Aus dem Inhalt der Biotonnen – ob Rasenschnitt, Laub oder
Lebensmittelreste – wird umweltfreundliches Biogas erzeugt, das ins regionale
Netz eingespeist wird. Außerdem bleibt als Endprodukt hochwertiger Kompost, der
als ökologischer Dünger im Landbau und dem heimischen Garten zur
Bodenverbesserung eingesetzt werden kann.
Seit dem Spatenstich hat sich viel getan auf dem Gelände des Entsorgungszentrums
in Osterholz: Wo einst Kunden ihren Gartenabfall auf dem großen Grünabfallplatz
vor der alten Restabfallbehandlungshalle entluden, stehen heute zwei orangene
Baukräne und der Rohbau der neuen Anlage. Ein Teil einer alten Halle ist übrig,
da dieser umgenutzt und in die neue Biovergärungsanlage integriert wird.
Zukünftig werden in dem neuen Teil, den Fermenter-Tunneln, die Bioabfälle unter
Luftabschluss vergoren und anschließend in dem alten Teil belüftet
nachkompostiert. Neben dem Bau der Fermenter-Tunnel wurden außerdem die meisten
unterirdischen Bauarbeiten ebenfalls abgeschlossen. So wurden vier neue
Löschwassertanks installiert und eine Möglichkeit für das Versickern von
Regenwasser geschaffen.
"Der hartnäckige Winter verzögerte leider den Fortschritt der Anlage. Die
Plusgrade der vergangenen Tage markierten den Startschuss nach der Winterpause.",
zieht Christof von Schroetter, Vorstand der KENN, ein Zwischenfazit. "Wir freuen
uns, das Projekt an vielen Stellen ökologisch immer noch einen Schritt
nachhaltiger umsetzen zu können, wie beispielsweise bei der Einsparung von neuem
Beton durch die teilweise Umnutzung der Bestandsbauten."
Da für das Verarbeiten von Beton konstante Plusgrade benötigt werden, konnte
die Baustelle erst zu Beginn der letzten Februar-Woche wieder Fahrt aufnehmen.
Nachdem das Dach der Fermenter-Tunnel sich in der Fertigstellung befindet, geht
es in den kommenden Wochen weiter mit dem nächsten Bauabschnitt: Dem Bau der
neuen Annahmehalle. Hier werden später die Bioabfälle sowie der Grün- und
Gartenabfall aus den vier Kommunen abgeladen und auf Störstoffe kontrolliert,
bevor sie in die Anlage gebracht werden.

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