Auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz ist bei Bauarbeiten ein außergewöhnlicher historischer Fund gemacht worden. Arbeiter stießen im Rahmen von Modernisierungsarbeiten auf ein vollständig erhaltenes Sturmgeschütz III aus dem Zweiten Weltkrieg. Das gepanzerte Fahrzeug lag über 80 Jahre im Boden und wurde erst jetzt durch Erdarbeiten freigelegt.
Wie ein Sprecher der Bundeswehr gegenüber mehreren Medien bestätigte, wurde der Fund unmittelbar nach der Entdeckung abgesichert und durch Spezialisten untersucht. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, da sich im Inneren des Fahrzeugs keine Munition oder Sprengstoffe mehr befanden.
Das entdeckte Sturmgeschütz III gehörte zu den meistgebauten Panzerfahrzeugen der Wehrmacht. Es wurde ab 1940 eingesetzt und spielte eine zentrale Rolle in der deutschen Panzertruppe. Dass ein solches Fahrzeug in Nordholz auftaucht, überrascht Historiker nicht: Der Fliegerhorst Nordholz war im Zweiten Weltkrieg ein bedeutender Luftwaffenstandort, an dem zahlreiche militärische Fahrzeuge stationiert waren oder zurückgelassen wurden.
Aktuell wird geprüft, wie mit dem Fund weiter verfahren wird. Möglich sind eine fachgerechte Bergung, eine Restaurierung oder die Übergabe an ein militärhistorisches Museum. Die Bundeswehr betont, dass die Entscheidung noch aussteht und weitere Untersuchungen laufen.
Für die Region ist der Fund ein seltenes Stück Zeitgeschichte – und ein eindrucksvoller Hinweis darauf, wie viel militärisches Material nach Kriegsende in Nordholz verblieb.